Als
Wardriving oder Netstumbling bezeichnet man das Aufspüren offener Einstiegspunkte
in ein drahtloses Netzwerks. In der Regel handelt es sich bei diesen ungeschützten
Einstiegspunkten um Accesspoints oder um Router die keinerlei
Verschlüsselungen
und Authentifizierungsverfahren verwenden und somit jedem einen Zugriff
auf das angeschlossene Netzwerk ermöglichen.
Begriffserklärung
Wardriving
Der
Begriff Wardriving leitet sich von "Wireless Access Revolution"
und "Drive" (Fahren) ab. Leider bleit es beim Wardriving
nicht immer beim Aufspüren von unsicheren Netzwerken. Oft verschaffen
sich die sogenannten Wardriver auch unbemerkt Zugriff in die offenen
WLANs und versehen nicht Passwortgeschützte Printserver oder
andere Geräte mit einem Passwort oder konfigurieren diese um
bzw. bauen andere Hintertüren ein. Andere Wardriver-Gruppen jedoch
grenzen sich deutlich von diesen illegalen Aktivitäten ab und
wollen lediglich auf die Sicherheitslücken aufmerksam machen
und sehen Wardriving als eine Art "Sport".
Begriffserklärung
Netstumbling
Der
Begriff Netstumbling leitet sich von einer beim Wardriving häufig
eingesetzten Software ab. Der
WLAN-Scanner
Netstumbler ermöglicht das Aufspüren drahtloser Netzwerke
und deren Katalogisierung über deren GPS-Koordinaten, sofern
ein GPS-Gerät angeschlossen ist.
Zubehör
und Ausstattung für Wardriver
Um
überhaupt unsichere Netzwerke aufspüren zu können und
dabei möglichst effektiv vorgehen zu können gibt es im Wardriving-Bereich
eine ganze Reihe von Equipment welches zum Einsatz kommt bzw. kommen
kann.
- Laptop bzw. Notebook mit WLAN:
Gerade neuere Geräte mit Intel Centrino Chipsatz verfügen
über eingebaute Wireless Lan Technologie und eignen sich daher
hervorragend für Wardriving. Notebooks ermöglichen es sehr
mobil zu sein und haben mittlerweile eine ausreichend lange Akkulaufzeit
welche auch längere Fahrten ermöglicht. Eine Notebook ist
somit ein Teil der Grundausstattung für Wardriving.
- PDA bzw. Handheld mit WLAN:
Noch kleiner als ein Notebook ist ein PDA oder Handheld. Gerade neuere
Geräte sind oft schon mit WLAN-Technologie ausgestattet, ältere
lassen sich in der Regel mit entsprechenden Modulen erweitern und
haben dann lediglich den Nachteil, dass sich in der Regel keine weiteren
Geräte wie ein GPS anschließen lassen.
- Wireless Lan Scanner-Software:
Um nicht selbst ständig die Netzwerkanzeige überwachen zu
müssen wurden diverse Scanner-Anwendungen entwickelt. Diese Programme
führen eine Liste mit verfügbaren WLANs und zeigen deren
SSID und mitterweile auch Daten zu Geschwindigkeiten, Verschlüsselungen
und sogar genauere Informationen wie Herstellerkennungen an. Eine
häufig verwendete Software ist der oben schon erwähnte
Netstumbler
welche als Windowsversion und auch als PDA-Version (Ministumbler)
verfügbar ist.
- externe Antennen:
Um möglichst viele WLANs orten zu können setzen Wardriver
oft eine
externe Antenne ein, welche einen
möglichst großen Empfangsgewinn aufweist. Diese Antenne
montiert man in der Regel als Klemmantenne am Fenster oder auf dem
Dach eines Fahrzeugs und umgeht somit die Abschirmung des Fahrzeugs.
- GPS-Gerät:
Ein GPS-Gerät ist ein wichtiges Gerät um später ein
WLAN wiederfinden zu können. Eine Ortung ist zwar nur ungefähr
möglich, die GPS-Koordinaten ermöglichen es dem Wardriver
jedoch zumindest den Messpunkt wiederzufinden und dann kann eine genauere
Ortung über die Signalstärke erfolgen. Wardriving-Karten
erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da dort auch Netze verzeichnet
werden über die man jederzeit Zugriff auf das Internet hat.
WLAN-Seiten
zum Thema Wardriving
Einige
weiterführende Seiten zu diesem Thema haben wir untenstehend
als Liste zusammengestellt:
Wardriving-Forum
http://www.wardriving-forum.de
Wireless4Berlin
http://www.wireless4berlin.de
Wardriving.ch
http://www.wardriving.ch
Informationsarchiv.com
http://www.informationsarchiv.com/webkatalog/Wardriving/36210.shtml
Computerhilfe-Moers
http://www.computerhilfe-moers.de