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Umweltgerechte Entsorgung von PCs

am 13.03.2007, 09:28 Uhr

Eine vom Chiphersteller AMD in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass weltweit 14 Kraftwerke mit einer gewaltigen Gesamtleistung nur laufen, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Hinzu kommen Millionen PCs in Haushalten und Unternehmen. Aber auch Herstellung und Entsorgung belasten die Umwelt.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge steht in rund 25 Millionen deutschen Haushalten mindestens ein Computer. Ein Durchschnitts-PC ziehe etwa 75 Watt, heißt es bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena) in Berlin. Wenn jeder Haushalt den PC eine Stunde am Tag nutzt, ergäbe das einen ein Verbrauch von 1.875 Megawattstunden. Ein Kraftwerk braucht zwei Stunden, um diese Energiemenge zu produzieren. Das Nutzerverhalten beeinflusst den Stromverbrauch. Ruht die Arbeit am PC, wird der Monitor ausgeschaltet. Bewegte Bildschirmschoner seien Relikte früher Computertage.

Wie viel Energie und Wasser und welche Menge an Rohstoffen die PC-Herstellung schluckt, ist schwer zu beziffern. Schätzungen zufolge werden für einen Prozessor 15 Kilo Rohstoffe benötigt, sagt Martin Hojsik von Greenpeace International in Bratislava in der Slowakei. Dazu fallen jährlich in Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an. IT-Schrott macht davon 114.000 Tonnen aus.

Für den Verbraucher ist der Umgang mit alten Elektrogeräten recht einfach: Er kann sie gratis dem Hersteller zurückgeben oder zu einer Sammelstelle in seiner Gemeinde bringen. Für die Umwelt bleibt dies dennoch problematisch: Selbst bei modernster Recycling-Technik bleibt in beträchtlicher Rest, der entsorgt werden muss. Wichtig für die Umwelt ist etwa die Wiederverwertung von Bleilot. Die Legierung findet sich vor allem auf den Bildröhren von Monitoren. Früher wurden Bildschirme auf Deponien geschafft, mit dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Bleibelastungen auf Deponien aus alten Monitoren stammte.

Nach dem Gewicht bemessen, landen 65 Prozent der Rechner wieder im Wertstoffkreislauf. Dabei ist zu bedenken, dass das aus Metall bestehende Gehäuse den größten Anteil am Gewicht eines PC ausmacht. Die Recyclingquote von Metallen im Elektroschrott liegt bei mehr als 95 Prozent. Etwa zehn Gewichtsprozent werden energetisch verwendet - was nichts anderes heißt, als dass das Material verbrannt wird.


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