iTunes bekommt Konkurrenz von Wal-Mart
Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart steigt massiv in den Online-Verkauf von Videofilmen ein. Der Konzern startete am Dienstag einen Dienst mit mehr als 3000 Filmen und TV-Titeln aller wichtigen Hollywood-Studios und vieler Fernsehsender. Damit bekommt Apple mit seinem iTunes Store erhebliche Konkurrenz. Die technische Infrastruktur liefert der Computerkonzern Hewlett- Packard, der auch andere Einzelhändler für seine Plattform gewinnen will.
Bei Wal-Mart können Nutzer die Filme und Fernsehprogramme auf ihre PCs, Laptops und Medienplayer herunterladen. Sie können die Filme auch auf DVDs brennen - sie dann aber nur auf einem Computern abspielen, die mit ihrem Konto beim Wal-Mart-Videodienst verbunden ist. Man kann die Filme auch auf externen Festplatten sichern.
Neue Filme werden am Tag des DVD-Verkaufsauftakts von Wal-Mart zu Preisen zwischen 12,88 Dollar und 19,88 Dollar angeboten. Katalogtitel, sprich ältere Filme, sind für 7,50 Dollar und TV-Programme für 1,96 Dollar je Episode zu haben.
Wal-Mart sei der erste Anbieter, der die Unterstützung aller wichtigen Hollywood-Studios habe, betonte das Unternehmen. Zu den teilnehmenden Filmstudios gehören 20th Century Fox, Disney, Lionsgate, Metro-Goldwyn-Mayer Studios (MGM), Paramount Pictures, Sony Pictures Entertainment, Universal Studios Home Entertainment und Warner Bros. Im Fernsehbereich können die Kunden unter anderem Programme von Comedy Central, Fox, MTV, Nickelodeon und VH1 Online kaufen und herunterladen.
Bisher war Apple der erfolgreichste Anbieter von Film-Downloads. Seit dem Start des Angebots im vergangenen September seien 1,3 Millionen Filme verkauft worden, hatte Apple-Chef Steve Jobs Anfang dieses Jahres gesagt. Allerdings hatte Apple bis Januar nur Filme von Disney im Angebot. Vor einigen Wochen kam auch die Filmbibliothek von Paramount dazu, jetzt kann man bei iTunes zwischen 250 verschiedenen Titeln wählen. Dem Vernehmen nach hatte sich Wal-Mart anfangs ganz besonders gegen den Verkauf von Disney-Filmen über iTunes gewehrt, weil der Einzelhändler sich um seine DVD-Umsätze sorgte. Den Verkauf von TV-Serien startete Apple bereits im Herbst 2005. Bis Anfang des Jahres seien 40 Millionen Folgen gekauft worden.
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