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Dell Netbook: Inspiron Mini 9

am 12.09.2008, 19:38 Uhr

Jeder namhafte Hersteller stellt in letzter Zeit sein eigenes Netbook vor, das Segment, das Asus Ende 2007 mit dem Eee-PC sehr Erfolg ins Leben gerufen hat. Dell, einer der größten Notebook-Hersteller hat nun auch seine eigene Variante – das Inspiron Mini 9. Für den deutschen Markt soll es Ende September erhältlich sein. Echte Innovationen fehlen, das meiste ist gewohnte Netbook-Kost: Neben dem Intel Atom Prozessor N270 der mit 1.6 GHz taktet und Hyperthreading unterstützt, einer Solid State Disk (SSD) als Massenspeicher und WLAN bietet das kleine Gerät außerdem Bluetooth.

MSI, Medion und Acer haben mit ihren Produktion nach Asus schon nach gelegt, Dell befindet sich in der Gruppe der Nachzügler. Neben dem Prozessor stehen auch noch, wie schon oft gesehen, ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine integrierte Grafiklösung zur Verfügung. Das 8.9 Zoll große Display löst mit 1024 mal 600 Pixeln auf und bietet so deutlich mehr Platz als zum Beispiel der Asus Eee-PC 701 (800 mal 480 Pixel). Scrollen ist jedoch trotzdem ab und zu notwendig um Internetseiten (vor allem in der Horizontalen) komplett auf den Bildschirm zu bekommen. Für Video-Chats oder kleine Selbstportraits ist im Rahmen eine 1.3 Megapixel Webcam integriert. Besonderes Merkmal im Netbook-Allerlei: Eine vorinstallierte Antenne legt den Grundstein für eine 3G-Variante des kleinen Geräts.

Dell setzt momentan noch auf Windows XP, für Oktober ist jedoch eine Version mit der Ubuntu Distribution angekündigt. Die schön anzusehende Klavierlackoptik hat ihren Preis: Schmutz und vor allem Fingerabdrücke sind sehr schnell zu sehen. Die Tastatur ist größtenteils gut gelungen. Die Standardtasten sind größer als bei Asus' Eee-PC 900/901, die Sondertasten jedoch sind deutlich kleiner ausgefallen. Eine Reihe an Funktionstasten fehlt dabei, deren Funktion übernehmen verschiedene Tastenkombinationen mit den Buchstaben A bis L. Was vielen sauer aufstößt: Das Display besitzt eine Clare-Beschichtung, Farben werden dadurch besonders satt dargestellt, jedoch spiegelt es bei Lichteinfall deutlich.

Verschiedene Ein- und Ausgänge am Gehäuse sind Pflicht: Neben drei USB-Schnittstellen, Audio-In und -Out und einen VGA-Ausgang verfügt das Inspiron Mini auch über einen proprietären Ethernet-Anschluss für Kabel gebundene Netzwerke. Die SSD-Festplatte ist mit 16 GByte einigermaßen groß bemessen, für Speichererweiterung steht auch ein Kartenleser zur Verfügung, der vier Formate beherrscht. Durch die Atom N270 CPU liegt das Dell Netbook auf Augenhöhe mit den anderen Mitbewerbern wie dem Eee-PC 901 und dem MSI Wind U90/100. Für Standardaufgaben unter Windows XP bietet es zusammen mit dem 1 GByte RAM genug Leistung. Ist keine Steckdose in der Nähe liefert ein 4-Zellen-Akku, der 2200 mAh fasst den Strom, womit eine Arbeit von knapp über drei Stunden möglich ist. Mit einem Gewicht von ungefähr einem Kilogramm und den Abmessungen von 23 cm × 17 cm × 3 cm ist das Inspiron leicht zu transportieren.

Das Dell Inspiron Mini 9 ist ein solides Netbook, das sich zwar keine groben Schnitzer erlaubt, jedoch auch wenig Innovationen. Wer noch auf ein Netbook verzichten kann sollte die zahlreichen Geräte abwarten die noch von anderen Herstellern auf dem Markt gebracht werden. Dann sollte es durch den Konkurrenzkampf auch zu den ein oder anderen Preissenkungen kommen. Momentan ist bei Dell in Deutschland nur das Inspirion Mini mit den genannten Komponenten zu bekommen. Es kostet 369 Euro (inklusive Pickup & Return Reparaturservice). Mit den saftigen Versandkosten von 29 Euro kommt das Gerät schlussendlich auf 398 Euro und bleibt so ganz knapp unter der 400 Euro-Grenze.


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