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Markenfälschungen in virtueller Welt Second Life nehmen zu

am 29.06.2007, 16:53 Uhr

Fast 60 Prozent der untersuchten Marken in Second Life sind gefälscht. Das belegt eine aktuelle Studie der Firma P4M – Die InternetAgenten zur virtuellen Welt Second Life. Untersucht wurden 44 zufällig ausgewählte Weltkonzerne verschiedener Branchen im April 2007. Immer häufiger finden die InternetAgenten virtuelle Fälschungen von Produkten, die als Originalware angepriesen werden. Auch Originalbilder werden zunehmend raubkopiert, um die eigene Online-Präsenz zu veredeln. Betroffen sind der Studie zufolge Lippenstifte von Coco Chanel genauso wie Turnschuhe von Puma. „Privatpersonen ist die Rechtsverletzung, die sie damit begehen, häufig nicht einmal bewusst", so Wolfgang Greipl, einer der beiden P4M-Geschäftsführer.

Die Anzahl solcher Rechtsverletzungen steigt mit der Zahl der Nutzer und der Unternehmen, die sich offiziell in Second Life etablieren. Rund 23 Prozent der untersuchten Unternehmen sind laut P4M-Studie in Second Life offiziell vertreten. Darunter so bekannte Markenhersteller wie beispielsweise Dell, FriendScout24 und Mazda - Tendenz steigend. Ein Großteil dieser Marken, nämlich 70 Prozent, sind dabei ausschließlich mit einer Repräsentanz in Second Life aktiv. 30 Prozent wie Reebok, Adidas und Sony BMG betreiben dagegen einen eigenen virtuellen Shop. 18 Prozent aller untersuchten Unternehmen sind noch nicht in Second Life aktiv – Marken wie Esprit, Escada, Asics und Armani sucht man daher vergeblich. Die Fahndung nach den verbleibenden Marken ergab, dass weitere 59 Prozent zwar mit Repräsentanzen und Shops in Second Life aktiv sind, allerdings als Fälschungen.


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