Studie: Einsame Markeninseln in Second Life - Die virtuelle Welt wird offenbar weit überschätzt.
Wie Robinson Crusoe vegetieren die meisten Marken in Second Life vor sich hin. Allein auf leeren Inseln, links liegen gelassen vom Gros der Avatare, die in Linden Labs 3-D-Sphäre herumlümmeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Münchner Aquarius Consulting.
An vier Tagen im März und April zählten Mitarbeiter der von Ex-Argonaut Rainer Wiedmann gegründeten Agentur rund um die Uhr zu jeder vollen Stunde, wie viele Besucher sich auf ausgewählten Atollen aufhalten. Selbst das bestbesuchte Marken-Eiland, die Nissan-Residenz, verzeichnet im Schnitt weniger als sechs Gäste pro Stunde. Noch deprimierender fallen die Zahlen für deutsche Marken aus. Deren Spitzenreiter Adidas bringt es pro Tag auf 36 Abstecher (1,5 pro Stunde), seine Zweitmarke Reebok "benötigt knapp drei Stunden, um überhaupt einen Besucher willkommen heißen zu können", so die Studie. Schlusslicht ist der Energieversorger EnBW, dessen Insel täglich nicht mehr als sieben der rund sieben Millionen registrierten Second-Life-Nutzer interessiert.
Gründe sieht Aquarius in vielfach fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten: "Das Gefühl der virtuellen Langeweile schleicht sich ein."
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