Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista wird zusätzlich mit einer eingebauten Spracherkennung ausgeliefert: Es lässt sich komfortabel ohne Maus bedienen, E-Mails können sogar ohne Tastatur geschrieben werden. Wer dadurch auf dem Geschmack kommt, findet allerdings noch umfangreichere Lösungen bei der Spezialsoftware. Befehle wie
„Word öffnen!" oder „Mail schreiben!", öffne die entsprechenden Programme des Betriebssystems wie nach einem Mausklick. Damit der Rechner Befehle versteht, muss ein einstündiges Übungsprogramm durchgearbeitet werden. Zudem wird eine Software gestartet, die im Hintergrund läuft.
Die Vista-Spracherkennung läuft nach ersten Tests vergleichsweise zuverlässig. Für professionelle Anwender sei sie aber nicht geeignet. Vor allem wer im Arbeitsalltag häufig zum Diktat bitten will, sei mit Spezialanwendungen nach wie vor besser bedient. Bei ihnen ist etwa das Einarbeiten des digitalen Sekretärs nicht nötig: Die Software ist von Beginn an mit vielen verschiedenen Sprechern vertraut.
Als Alternativen für Spezialisten im Beruf wie Ärzte oder Sprachwissenschaftler empfehlen sich nach wie vor Programme wie „Dragon Naturally Speaking 9" von Nuance oder auch „Voice Pro", die Beide mit digitalen Diktiergeräten und drahtlosen Headsets zusammen arbeiten. Während der Fahrt am Steuer aufgenommene Diktate lassen sich so automatisch in Text umwandeln. „Voice Pro 11" von Linguatec kostet als „USB-Version" mit USB-Headset und Vokabular für EDV und Wirtschaft 199 Euro. Das Heimanwender-Standardpaket von „Dragon Naturally Speaking 9" ist für 99 Euro zu haben. Nuance vertreibt auch die zuvor von IBM verkaufte Software „IBM Via Voice". Als Standardversion kostet sie 99 Euro.