Betrüger beim Online-Banking entlarven

Betrugsseiten beim beliebten Online-Banking lassen sich mit Hilfe eines „Fantasie-Logins“ entlarven. Erscheint auf die Eingabe eines fiktiv gewählten Passworts keine Fehlermeldung und gelangt der Nutzer anstandslos in den scheinbar geschlossenen Benutzerbereich, so sei etwas faul, warnt die Fachzeitschrift „PC Professionell“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Mit Hilfe täuschend echt nachgemachter Bank-Webseiten, auf die Nutzer per E-Mail gelockt werden sollen, wollen Betrüger an deren Passwörter und an die Transaktionsnummern gelangen. Jeder zwölfte Surfer aus Deutschland ist nach Informationen des Magazins bereits ein Opfer solcher so genannten Phishing-Attacken geworden. Phishing-Seiten kommen normalerweise über unerbetene E-Mails mit gefälschten Absendern. Diese versuchen, Nutzerdaten für die Authentifizierung zu erfahren, indem sie eine Webseite zum Beispiel einer Bank oder eines Auktionsportals vortäuschen.

Wer auf die Mail einer angeblichen Bank hin seine geheimen Daten in ein Online-Formular eingibt, handele schlicht fahrlässig, warnt die Zeitschrift. Kein seriöses Kreditinstitut hole auf diese Weise Informationen von seinen Kunden ein, warnt das Magazin.

Laut einem Test, der von Mozilla in Auftrag gegeben und von SmartWare ausgeführt wurde, blockiert Firefox 2.0 zirka 80 Prozent der bekannten Phishing-URLs. Der Internet Explorer 7 erkennt rund 65 Prozent, vorausgesetzt der Nutzer hat die automatische Webseitenüberprüfung aktiviert. Die typischen Phishing-Seiten haben eine sehr kurze Lebensdauer und sind wahrscheinlich nur in den ersten paar Stunden, nach dem die Mails empfangen wurden, am wirksamsten. Pech für diejenigen, die vorher ihre Daten preisgeben.