HD-DVD gegen Blu-ray: Filmstudios bringen Blockbuster in beiden Formaten heraus

Der Kampf um die Nachfolge der DVD wird schon seit längerem geführt. HD-DVD oder Blu-ray heißen die Kontrahenten und stellen Kunden, die hoch auflösendes Fernsehen bevorzugen, vor die Qual der Wahl. Denn bis heute ist nicht klar, welches der beiden Formate sich letztendlich durchsetzen wird. Das ist es umso schöner, dass sich nicht alle Filmstudios auf ein Format festgelegt haben, sondern ihre Blockbuster sowohl für HD-DVD als auch Blu-ray anbieten werden.

Filmfreunde können sich deshalb egal mit welchem System ausgestattet auf Neuerscheinungen wie „Harry Potter und der Feuerkelch", „Troja" oder „Mission Impossible III" unter dem Weihnachtsbaum freuen. Und nicht nur das. Stechend scharfe Bilder in hoch auflösender Graphik und digitalem Sound erwarten die Heimkino-Fans, die so auf jeden Fall hoch auflösende Film-Magie erleben - egal, für welches Format sie sich entscheiden. Das sind aber leider nur löbliche Ausnahmen, denn die meisten Studios haben sich auf eine Seite geschlagen und wollen ihre Filme nur auf einem einzigen Format veröffentlichen. Wirklich kundenorientiert sind hingegen Warner Home Entertainment, Constantin Film und Paramount, die ihre Filme auf beiden hoch auflösenden Formaten veröffentlichen werden. So erstrahlen nun selbst Klassiker wie „Full Metal Jacket” in ganz neuem Glanz. Und die Triologie der Filme „Mission Impossible" mit Tom Cruise werden bald alle für Blu-ray oder HD-DVD erscheinen. Zu den großen Verlieren könnten hingegen Studios werden, die lediglich ein HD-Format unterstützen - denn genau wie bei VHS und Betamax wird sich langfristig nur ein DVD-Nachfolgeformat durchsetzen können.

Die Spezifikationen für die Blu-ray Disc wurden 2002 durch die neun Unternehmen der Blu-ray Group, Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung, beschlossen; dieser Gruppierung schlossen sich Ende Januar 2004 zusätzlich noch Dell und Hewlett-Packard sowie Mitte März 2005 Apple an. Hewlett-Packard trat allerdings 2005 nach dem Abweisen von Verbesserungsvorschlägen wieder aus dem Blu-ray-Konsortium aus und wechselte in das HD DVD-Lager. Hier treffen sich darüber hinaus noch NEC, Microsoft, Toshiba, Intel, IBM, Hewlett Packard und Time Warner angehören.