Microsoft muss Minus hinnehmen

Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat in seinem dritten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stagnierte. Konkret rutschte der Überschuss von Microsoft im Ende März abgelaufenen dritten Quartal um rund elf Prozent auf 4,39 Milliarden US-Dollar ab. Der Umsatz lag nur leicht höher bei 14,45 Milliarden Dollar.

Das Geschäft mit dem neuen Betriebssystem Vista läuft nicht so, wie es sich der Konzern wünscht. Bereits Anfang April hatten Microsoft-Manager verlauten lassen, Vista sowie das Online- und Handygeschäft mit einer millionenschweren Werbekampagne pushen zu wollen. Außerdem will der Softwarekonzern seine Position im Online-Markt mit der Übernahme des Internet-Unternehmens Yahoo massiv stärken.

Yahoo seinerseits wehrt sich noch dagegen, da das Angebot von knapp 45 Milliarden US-Dollar zu niedrig sei. Ein Ultimatum von Microsoft läuft in Kürze aus. Das Unternehmen stellte klar, dass es die Kaufsumme nicht erhöhen werde. Sollte es bis zum Wochenende zu keiner gütlichen Einigung kommen, werde sich Microsoft entweder in einer feindlichen Übernahme direkt an die Aktionäre wenden oder aber seine Offerte zurückziehen, bekräftigte Microsoft-Finanzchef Chris Liddell.

Für das Ende Juni auslaufende vierte Geschäftsquartal erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 15,5 und 15,8 Milliarden Dollar. Im folgenden Geschäftsjahr 2009 soll das operative Ergebnis zwischen 26,7 und 27,4 Milliarden Dollar liegen. Den Umsatz sieht Microsoft zwischen 66,9 und 68 Milliarden Dollar.