Deutschland holt bei Breitband-Verbindungen auf

Breitband-Deutschland hat im vergangenen Jahr in Sachen Breitband-Anschlüssen im internationalen Vergleich aufgeholt. Dennoch gebe es auf dem Land noch große Versorgungslücken, berichtete Wirtschafts-Staatssekretär Bernd Pfaffenbach am Mittwoch auf der Cebit. Mittlerweile verfüge jeder zweite Haushalt in Deutschland über einen Breitbandanschluss (rund 20 Mio). Allein 2007 seien um die fünf Mio Anschlüsse dazu gekommen. In absoluten Zahlen legte Deutschland damit den höchsten Zuwachs in Europa hin, so Pfaffenbach. Allerdings stünden 3-4% der Haushalte allein Satellitendienste als Breitbandzugang zur Verfügung, weitere 7-8% hätten derzeit qualitativ unzureichende Zugänge. Arcor-Chef Harald Stöber, Präsidiumsmitglied des IT-Branchenverbands Bitkom, forderte, dass für die Breitbandversorgung auch Funktechnologien eingesetzt werden sollten, die über Rundfunkfrequenzen laufen könnten, die durch die Digitalisierung frei werden. Größtes Problem ist die Erschließung der ländlichen Regionen. Die Bundesregierung könne und wolle die Telekom zu nichts zwingen, würde sich aber einen „erheblichen Beitrag" des Unternehmens wünschen, so Pfaffenbach. Ferner kündigte er an, dass die Bundesregierung 30 Mio Euro für den Breitbandausbau bereitstelle. Vor dem Einsatz öffentlicher Mittel gelte aber das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe": In einem Pilotprojekt schickt das Ministerium derzeit Beratungsfirmen in unversorgte Orte, um dort mit den Bürgermeistern Lösungen zu erarbeiten.