Für die Teenager ist das Internet zu einem alltäglichen Medium geworden. Sie nutzen es wie ihre Eltern früher das Radio. Insgesamt 83 Prozent der von Forsa für den Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) befragten 12- bis 29-Jährigen tummeln sich täglich oder wenigstens mehrmals in der Woche im Netz. Unterschiede im Nutzungsverhalten zwischen Jungen und Mädchen gibt es kaum. Während allerdings die Mädchen das Internet zur Kommunikation und gezielten Unterstützung bei schulischen Aufgaben nutzen, suchen Jungs eher nach allgemeinen Informationen und Unterhaltungsangeboten wie Musik, Filme und aktuelle Nachrichten.
Konkret sind 85 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen regelmäßig online. Die beliebteste Anwendung sind Sofortnachrichten (Instant Messages). Sie sind für die Teens mit 72 Prozent wichtiger als E-Mails (60 Prozent). Jeder zweite Befragte hört übers Internet Musik, und 40 Prozent recherchieren im Web zu Themen, die sie interessieren.
Immer mehr an Bedeutung gewinnen interaktive Web-Angebote. Vier von zehn Teenagern und jungen Erwachsenen haben beispielsweise ein Profil bei einer Online-Community hinterlegt. Insgesamt veröffentlicht jeder zweite Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren persönliche Informationen im Netz. Aus diesem Grund appelliert die Bitkom an die Teenager, aktiv auf den Datenschutz zu achten, und genau zu überlegen, welche persönlichen Informationen wirklich preis gegeben werden können. „Man hat es meist selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen. Bei der Bewerbung um einen Job kann es durchaus schaden, wenn ein Kandidat sein ganzes Privatleben online zur Schau stellt", so Verbandschef August-Wilhelm Scheer. Einmal erzeugte Informationen halten sich im Netz oft lange.