Der Markt für Spielekonsolen wächst in Deutschland trotz mancher Anlaufschwächen bei den High-Tech-Geräten der neuen Generation rasant. Im ersten Halbjahr 2007 verzeichneten die Hersteller nach Angaben des Branchenverbands Bitkom mit einem Umsatz von 276 Millionen Euro ein Plus von 73 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006. Der Absatz kletterte im gleichen Zeitraum um 39 Prozent auf 1,3 Millionen Stück. „Die historischen Spitzenwerte zeigen, dass das Interesse an Spielekonsolen ungebrochen ist“, sagte Manfred Gerdes, Mitglied des Bitkom-Präsidiums.
Vor allem Sony hatte zuletzt mit einem zähen Start und schwächelndem Absatz seiner neuen Playstation 3 zu kämpfen und blieb knapp unter den eigenen Erwartungen. In Europa kam die PS3 wegen zahlreicher Verzögerungen erst Ende März auf den Markt. Insgesamt zieht die Nachfrage nach den Spielgeräten in Deutschland jedoch deutlich an. Vor allem Nintendo konnte mit seiner 250 Euro teuren Konsole Wii punkten.
Der Bitkom erwartet für das Gesamtjahr 2007 ein Umsatzplus um 45 Prozent auf 705 Millionen Euro und einen Absatz-Zuwachs um 28 Prozent. Damit würden nach dem verkaufsstarken Weihnachtsgeschäft erstmals 3,7 Millionen Geräte in Deutschland über den Ladentisch gehen. Die Markteinschätzung des Bitkom basiert auf einer Erhebung, die das Marktforschungsunternehmen GfK für den Verband durchgeführt hat.