Tipps für iTunes-Nutzer

Besitzer eines iPod kommen nicht um sie herum. Mac-Nutzer haben sie von vornherein auf dem Rechner, und auch auf zahlreichen PCs ist sie vertreten: Apples Software iTunes. Doch viele Nutzer wissen nach wie vor nicht, was iTunes alles kann.

Die vielleicht ausgeklügeltste besteht im Anlegen „intelligenter" Playlisten. Das lohnt sich zum Beispiel für Nutzer, die Unmengen an Musik auf dem Rechner gespeichert haben, aber einen iPod Nano mit nur vier Gigabyte (GB) großer Festplatte besitzen. „Dann kann man sich eine in der Größe begrenzte Liste anlegen", erklärt Jesper Frommherz, Betreiber des Mac-Forums „Apfeltalk.de" in Witten. Wird der MP3-Spieler dann zum Synchronisieren angeschlossen, gibt der Nutzer an, dass er nur die entsprechende Playlist übertragen möchte.

„Man kann sich zum Beispiel auch eine Liste mit den jüngst eingekauften Songs zusammenstellen", sagt Peter Müller von der in München erscheinenden Zeitschrift „Macwelt". Oder der Nutzer legt Listen mit Kriterien an, in die sämtliche Songs, die diese Kriterien erfüllen, automatisch wandern.

Wer eine seiner Zusammenstellungen anderen vorstellen will, kann sie als so genannten iMix im iTunes-Store zugänglich machen, über den Apple unter anderem MP3s verkauft. „Das funktioniert unter „Datei" und „iMix erstellen", sagt Apple-Sprecher Georg Albrecht in München. Von dort aus kann die Liste in die eigene Webseite, zum Beispiel den persönlichen Blog eingebunden werden - über den Button „Im Web veröffentlichen".

Aber auch wer seine musikalischen Vorlieben für sich behalten möchte, kann es sich in iTunes sozusagen gemütlich machen: „Wer sich im Store angemeldet hat, bekommt dort Cover zu den Songs oder Alben in der eigenen Bibliothek", sagt Frommherz.

Regelmäßig nach Updates suchen

Wer CDs in iTunes einliest, die schon einige Jahre alt sind, wird feststellen, dass sie beim Abspielen leiser klingen als aktuelle Downloads. „Man kann dann für die gesamte Bibliothek die Lautstärke anpassen", sagt Albrecht. Hinter „Einstellungen" und „Wiedergabe" verbirgt sich der entsprechende Menüpunkt. „Davon würde ich aber abraten", sagt Müller: Da die lauteren Stücke den leiseren angepasst werden, leidet ihre Klangqualität. Höchstens bei kürzeren Playlists empfehle sich die Anpassung, wenn sie etwa auf CD gebrannt werden.

Egal ob iTunes allein als Oberfläche für die Musik auf dem Rechner oder als Multimedia-Zentrale genutzt wird: Es lohnt sich, regelmäßig für Updates zu sorgen: „Das sollte man machen, weil immer wieder mal etwas verbessert wird", sagt Frommherz. „Mit der Version 7 hat Apple eine völlig neue Benutzeroberfläche eingeführt", sagt Müller. Zu den jüngsten Veränderungen zählen die Unterstützung von AppleTV und des iPhones, das noch in diesem Jahr nach Deutschland kommen soll.

Aber auch Detailverbesserungen sind oft nützlich: So ordneten etwa frühere Versionen in der Musikbibliothek Bandnamen, die mit „The" beginnen, unter „T" ein, was die Suche erschwerte. Jetzt zählt das Wort hinter dem Artikel: „Die Fantatischen Vier finden Sie somit unter „F" und nicht mehr unter „D"", erläutert Müller von „Macwelt". Neue Hauptversionen, also Sprünge wie von iTunes 6 zu 7, gibt es etwa einmal pro Jahr. „Kleinere wie von Version 7.2 zu 7.3 kommen alle zwei Monate." Dabei werden zum Beispiel kleine Fehler ausgebessert.