Alle reden vom iPhone - das aber hat sich nicht so gut verkauft, wie manche glaubten. Im Gegensatz zu Apples Computern: Im zweiten Quartal sorgten vor allem iMac und Co. für ordentliche Zuwächse. Die Apple-Aktie legt kräftig zu.
Gute Geschäfte mit Macintosh-Computern haben Apple im abgelaufenen Quartal erneut einen Gewinn- und Umsatzsprung beschert. Nach 270.000 abgesetzten iPhones in den ersten beiden Verkaufstagen bekräftigte der Konzern zudem sein Ziel, bis Ende 2008 zehn Millionen Handys an den Kunden zu bringen.
Im dritten Geschäftsquartal stieg der Reingewinn um rund 73 Prozent auf 818 Millionen Dollar oder 92 Cent je Aktie, wie Apple nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 5,41 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten mit 72 Cent Gewinn pro Aktie und 5,29 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Apple-Aktien reagierten nachbörslich mit Aufschlägen von 6,5 Prozent auf 146,13 Dollar. Apple lieferte im abgelaufenen Quartal den Angaben nach 1,76 Millionen Macintosh aus, 33 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Absatz des Musik-Spielers iPod stieg um 21 Prozent auf 9,82 Millionen. „Apple hat die Erwartungen pulverisiert. Die Mac-Verkäufe waren sehr stark und haben die Erwartungen übertroffen.“, sagte Shannon Cross, Branchenanalyst bei Cross Research.
„Wir freuen uns riesig, den höchsten Umsatz und Gewinn für einen Quartalszeitraum von April bis Ende Juni bekannt zu geben, zusammen mit den höchsten Mac-Verkaufszahlen in einem Quartal“, sagte Apple-Chef Steve Jobs bei der Vorstellung der Zwischenbilanz. Beim iPhone sprach er von einem großartigen Verkaufsstart. Jobs äußerte die Erwartung, dass bis zum Ende des laufenden Quartals das einmillionste iPhone verkauft sein werde.
Vor allem im Geschäft mit Notebooks hat Apple massiv zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich ein Plus von rund 79 Prozent. Der Absatz von Desktop-Geräten legte auch zu, blieb mit 20 Prozent Zuwachs allerdings deutlich hinter dem Plus bei den portablen Rechnern. Offenbar hatten die Kunden zunächst das technische Update der Apple-Notebooks abgewartet, das in das abgelaufene Quartal fiel. Die preiswertere MacBook-Produktlinie war im Mai mit leistungfähigeren Prozessoeren, mehr Arbeitsspeicher und Apple bügelt iPhone-Schock aus