von etze2007 am 17.04.2008, 14:50
So nu mal die Beschreibung der Vorgehensweise.
Das ganze System läuft auf einem stinknormalen Bürorechner (Fujitsu-Siemens Esprimo P5600) unter XP Prof.
Diese Version kann, über einen kleinen Patch, auch große Datenmengen auf vielen Festplatten komfortabel verwalten. Es lassen sich zu einem logischen Laufwerk mehrere Platten als dynamischen Datenträger zusammenschließen. Allerdings sind die dynamische Volumes mit RAID 1 und RAID 5 nur den Server-Ausgaben von XP zugedacht. Mit einem kleinen Eingriff kann man aber auch mit Windows 2000 und Windows XP Prof solche Datenträger einrichten. Man benötigt einen Hex-Editor sowie die Windows-XP-CD. Am besten kopiert man sich die folgenden Dateien in einen temporären Ordner:
C:\windows\system32\drivers\dmboot.sys
C:\windows\system32\dmconfig.dll
C:\windows\system32\Dmadmin.exe
Hier ändert man folgende Zeilen:
dmboot.sys:
Von:
74 00 54 00 79 00 70 00 65 00 00 00 57 49 4E 4E
54 00 00 00 53 45 52 56 45 52 4E 54 00 00 00 00
Nach:
74 00 54 00 79 00 70 00 65 00 00 00 53 45 52 56
45 52 4E 54 57 49 4E 4E 54 00 00 00 00 00 00 00
dmconfig.dll:
Von:
4C 41 4E 4D 41 4E 4E 54 00 00 00 00 53 45 52 56
45 52 4E 54 00 00 00 00 57 49 4E 4E 54 00 00 00
Nach:
4C 41 4E 4D 41 4E 4E 54 00 00 00 00 57 49 4E 4E
54 00 00 00 00 00 00 00 53 45 52 56 45 52 4E 54
dmadmin.exe:
Von:
73 65 72 76 65 72 6E 74 00 00 00 00 6C 61 6E 6D
61 6E 6E 74 00 00 00 00 50 72 6F 64 75 63 74 54
Nach:
77 69 6E 6E 74 00 00 00 00 00 00 00 6C 61 6E 6D
61 6E 6E 74 00 00 00 00 50 72 6F 64 75 63 74 54
Danach werden geänderten Dateien nach C:\ kopiert.
Im normalen Betrieb können die Originaldateien im System32-Verzeichnis durch die geänderten Versionen nicht ersetzen werden. Windows würde die Modifikation bemerken und die Dateien eigenständig mit Sicherungsversionen ersetzen.
Man benötigt in jedem Fall die Windows XP Installations-CD und bootet in die Wiederherstellungskonsole.
Wechseln wir in das Windows-Verzeichnis C:\Windows\ und kopieren die Dateien wie folgt:
copy c:\dmboot.sys system32\drivers
copy c:\dmboot.sys system32\dllcache
copy c:\dmconfig.dll system32
copy c:\dmconfig.dll system32\dllcache
copy c:\dmadmin.exe system32
copy c:\dmadmin.exe system32\dllcache
Danach Windows normal starten.
An Hardware benötigt man zwei Festplatten und ein externes Festplattengehäuse. In meinem Fall sind es zwei 3,5’’ WesternDigital 500GB SATA Festplatten und eine 2x3,5’’ SATA ICYBOX USB.
Um die Festplatten Vorzubereiten muß man sie an einem Rechner mit SATA-Schnittstelle formatieren und als dynamisches Laufwerk einrichten. Danach werden sie in das Gehäuse eingebaut und dieses am Rechner mit dem modifizierten Betriebssystem angeschlossen.
Das System wird wie gewohnt neu gestartet. In der Computerverwaltung wechselt man in die Datenträgerverwaltung und erstellt mit einem Rechtsklick auf eine der Festplatten, ein neues Volumen. RAID0, 1 oder 5. In meinem Fall RAID1 und formatiert die jetzt unter einer Laufwerksbezeichnung zusammengeschlossenen Festplatten erneut als NTFS-Laufwerk. Aber ACHTUNG das Formatiern dauert sehr lange (>10 Stunden).
Danach steht das RAID-Laufwerk wie gewohnt als normales Laufwerk unter Windows zur Verfügung.
Eine kleine Einschränkung ist allerdings, dass das Laufwerk nach jedem Booten nicht sofort als Laufwek erkannt wird. Diesem Umstand kann man Abhilfe schaffen in dem man nach dem Starten ein kleines Script (BAT oder VBS) ausführt und in welchem folgende Zeile eingetragen ist: C:\WINDOWS\system32\diskpart.exe /s C:\WINDOWS\script\Diskpart.txt.
Der Parameter hinter /s kann bei diesem Befehlszeilenprogramm nicht direkt eingegeben werden, sondern erfolgt über den Umweg einer einfachen Textdatei (Diskpart.txt), welche auch nur die Zeilen:
select disk n
online
enthält. Das n steht für Disk-Nummer.
Diese Datei wurde in dem von mir erstellten Ordner C:\WINDOWS\script hinterlegt.
Das wars!!