Natürlich handelt es sich um einen synthetischen Benchmark der realistische Datenzugriffe simuliert, wobei es sich ausschließlich um lesenden Zugriff handelt.
Meine Hardware könnt ihr der Signatur entnehmen, alle Benchmarks wurden mit der selben Hardware durchgeführt, nur ist zu erwähnen, dass ich für die Tests Western Digital Raptor 37 GB Platten (in der alten Revision ohne TCQ) benutzt habe.
Weiterhin habe ich den Onboard Raid Controller des ASUS A8N-E, einen SIL 3114 Chip verwendet (SATA RAID)
zuerst der Benchmark einer einzelnen WD37 GB HD:
Wie der Grafik zu entnehmen ist, beträgt die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit 58,7 MB/s, die maximale etwa 65 mb/s, die minimale etwa 45 mb/s und die CPU Nutzung liegt bei etwa 2%.
Die Raptorfamilie von Western Digital stellt momentan das Maß aller Dinge im SATA Festplattenbereich dar, da sie 10000 Umdrehungen pro Minute hat. Wie zu erkennen ist, ist noch ordentlich Luft nach oben zur Auslastung der SATA Schnittstelle zu erkennen, und auch eine IDE Schnittstelle (ATA 100 oder 133) würde noch vollkommen ausreichen um die Leistung der Raptor auszunutzen.
Nun zum Benchmark des Raid 0 Verbundes mit dem SIL 3114 Onboard Chip:
Der Raidverbund shafft eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 87,4 mb/s, dies entspricht einer Leistungsteigerung von etwa 49% gegenüber der einzelnen Raptorplatte. Weiterhin steigt die maximale Lesegeschwindigkeit auf ca. 95 mb/s (+46%) und die minimale auf 70 mb/s (+56%).
Der Leistungszuwachs beim Lesen der Daten beträgt ungefähr 50% in allen Bereichen und ist damit nicht zu verachten.
Nicht zu verachten ist jedoch auch die CPU Last von etwa 8% und die leicht erhöhte zufällige Zugriffszeit (+0,4 ms).
Nun zum letzten, dem Hardwareraidbenchmark.
Um den Test durchzuführen habe ich mich des Promise Supertrack EX8350 PCIe x4 bedient, einem SATA2 Hardwareraidcontroller mit einem 500 MHz Intel Prozessor und 128 MB DDR 2700 ECC Ram.
Hier der Link des Herstellers:
http://www.promise.com/product/product_ ... uct_id=156
Zu erwähnen ist hier der Bulkpreis des Gerätes, der im normalen Handel über 300 € liegt.
Hier der Benchmark:
Als erstes natürlich die durchschn. Lesegeschw. von 99,3 mb/s (Zuwachs 1xRaptor: 69%, Zuwachs OnbRaid: 14%) die maximale Lesegeschw. von ca. 117 mb/s (+80%/+23%) und die minimale von 70 mb/s (+56%/+0%).
Natürlich ist die Leistungfähigkeit des Raidcontrollers höher als die des Onboardraids allerdings fällt der Leistungszuwachs in der durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit mit aufgerundeten 14% geringer aus als man es vorher gedacht hätte.
Einzig der Zuwachs der maximalen Lesegeschwindigkeit mit 23% weist hier auf einen Klassenunterschied hin und die Leistung von 117 mb/s lässt auch erahnen, warum der standard PCI Slot und ATA 133 so langsam nicht mehr ausreichen.
Die minimale Lesegeschwindigkeit, die der des Onboardcontrollers entspricht stößt ein wenig negativ auf, hängt jedoch zum Hauptteil einfach mit dem physikalischen Aufbau der Platten zusammen.
die gering höhere Zugriffszeit dürfte sich wohl mit der Anbindung über den PCIe x4 Slot erklären lassen und die 4% Prozessorauslastung ist immerhin oder nur halb so groß wie die des Onboardcontrollers.
Fazit:
Insgesamt kann man festhalten, dass durch einen Raid 0 Verbund ein deutlicher Leistungsvorteil zu erreichen ist und sich für performancefreudige Menschen auf jeden Fall lohnt.
Mich hat vor allem die Leistungsfähigkeit des Onboardcontrollers überrascht, die durchaus einen Vorteil bringt und mit einer nicht all zu hohen CPU Last auskommt.
Das Maß der Dinge ist natürlich der Hardwarecontroller, doch ob ein durchschnittlich 14%iger Leistungszuwachs die Ausgabe von mehr als 300€ rechtfertigt, muss sich jeder selbst stellen.
Evtl. könnte sich der Preis jedoch in Zukunft etwas relativieren, da Hardwareraidcontroller im SATA Bereich noch recht selten sind (im Vergleich zu den SCSI Controllern) und vor allem für kleinere Betriebe interessant sein dürften die ohnehin nicht über große finanzielle Mittel verfügen.
So ich hoffe der Vergleich ist nachvollziehbar und interessant (naja ... es gibt sicherlich den einen oder anderen, der dem Ganzen was abgewinnen kann
Sollten noch Fragen bestehen, Kritik aufkeimen oder einfach nur der Wunsch bestehen seinen Senf bei zu steuern: tut euch keinen Zwang an