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Festplatten, Partitionen, Dateiformate

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Festplatten, Partitionen, Dateiformate

Beitragvon GrayGhost am 12.05.2005, 22:26

Festplatten, Partitionen, Dateiformate

Entwurf und erste Informationen zum Thema Festplatten, Partitionen und Dateiformate. Ich denke für dieses Thema besteht Bedarf und daher werde ich zu den entsprechenden Themen kurze, aber aussagekräftige Erklärungen geben. Sollten erweiterte Erklärungen notwendig sein, dann gebt bitte eure Kommentare ab. Der Artikel soll allerdings verständlich bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass nicht alle Informationen vollständig gegeben werden. Helft mir das beste daraus zu machen. Stellt Fragen und gebt Anregungen. Soll der Artikel auch Informationen zum Thema Festplattenaufbau enthalten? Sind Informationen über MBR und FAT gewünscht? Lasst es mich wissen :-)

Wie funktioniert eine Festplatte

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Festplattenformatierung

Physikalische Formatierung
Die physikalische Formatierung, auch Low Level Formatierung genannt, wird schon vom Hersteller durchgeführt. Dabei wird die Festplatte in sogenannte physikalische Einheiten unterteilt. Man spricht bei diesr Unterteilung von den Spuren, den Sektoren und den Zylindern. Die folgende Abbildung zeigt die physikalische Struktur eines Datenträgers mit drei internen Platten:

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Spuren sind konzentrische Kreise auf der Platte. Die Spuren sind durchnummeriert und die Spur 0 liegt ganz außen auf der Platte.
Sektoren unterteilen die Spuren in Abschnitte, die jeweils eine Datenmenge von 512 byte enthalten. Ein byte entspricht dabei 8 bit, womit ein Sektor somit 4096 bit umfasst.
Ein Zylinder ist die Summe der Spuren, die die Schreib-/Leseköpfe zur gleichen Zeit schreiben, bzw. lesen können. Da die Köpfe starr am mechanischen Arm befestigt sind und mit diesem gemeinsam bewegt werden, befinden sie sich immmer auf allen Plattenoberflächen in der gleichen Spur. Bei einer Festplatte mit 4 internen Platten könnte also auf 5 Platten (eine wird für die Positionierung verwendet) gleichzeitig zugegriffen werden. Man spricht in diesem Fall vom Zugriff auf einen Zylinder. Dadurch kann die Schreib-/Lesegeschwindikeit stark erhöht werden.

Logische Formatierung
Wie im vorherigen Schritt erklärt, ist die Festplattenstruktur schon werksseitig festgelegt (Low Level Formatierung). Um auf die Festplatte Betriebssysteme und Daten speichern zu können muß die Festplatte allerdings mit einem Dateisystem versehen werden. Dieser Vorgang wird Formatierung genannt.

Je nach Betriebssystem und Anforderung werden verschiedene Dateisysteme angewandt. Eine kurze Beschreibung der gebräuchlichsten Dateisysteme findest du am Ende dieses Artikels.

In der Regel wird eine Festplatte nicht vollständig in einem Durchgang formatiert sondern zunächst in einzelne Abschnitte, die sogenannten Partitionen, unterteilt. Die Vorteile von Partitionen werden im nächsten Abschnitt erklärt.


Partitionierung



Partitionstypen
Grundsätzlich gibt es drei Arten von Partitionen. Unterschieden werden die:<ul><li>Primäre Partition</li><li>Erweiterte Partition</li><li>Logische Partition</li></ul>Jede Festplatte kann in bis zu vier Primäre Partitionen unterteilt werden. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit die Platte in ein bis drei primäre und eine erweiterte Partition zu gliedern. Dabei kann die erweiterte Partition wiederum in eine, theoretisch unbegrenzte Zahl, logischer Partitionen unterteilt werden. Tatsächlich ist allerdings unter Windows die Zahl der Partitionen durch die Anzahl der Buchstaben des Alphabets begrenzt ;-)

Primäre Partitionen
Die primäre Partition kann ein Betriebssystem sowie eine beliebige Anzahl an Dateien aufnehmen. Dazu gehören Programmdateien und Daten Dateien. Eine primäre Partition kann mit verschiedenen Dateisystemen formatiert werden. Nur dann, wenn eine primäre Partition mit einem Dateisystem formatiert ist, kann sie Daten aufnehmen.

Erweiterte Partitionen
Die erweiterte Partition dient eigentlich nur dazu, die Beschränkung auf die vier primären Partitionen auszuhebeln. Eine erweiterte Partition ist zwar nicht für die Aufnahme eines Betriebssystems geeignet, sie ist noch nicht einmal in der Lage Daten zu speichern :-( Aber, sie kann in eine beliebige Anzahl an logischen Partitionen unterteilt werden :-) Man kann sich die erweiterte Partition wie einen Container vorstellen, der weitere Partitionen aufnehmen kann. Allerdings können Daten nur in formatierten, logischen Partitionen einer erweiterten Partition gespeichert werden.

Logische Partitionen
Logische Partitionen befinden sich immer innerhalb einer "Erweiterten Partition". In Windows Systemen ist die Anzahl der logischen Partitionen nur durch die Anzahl der Buchstaben des Alphabets begrenzt. Die Logischen Partitionen dürfen nur Dateien und Betriebssysteme enthalten, die auch von einer logischen Partition gestartet werden können. Unter Windows sind diese Partitionen nur für die Aufnahme von Daten geeignet, da Windows Betriebssysteme ( mit Ausnahme von Windows NT) nur von primären Partitionen gestartet werden können.

Dateiformate
FAT (FAT16)
FAT32
NTFS
Ext2 und Linux Swap
NetWare
Reiser

etc.
Zuletzt geändert von GrayGhost am 16.05.2005, 22:12, insgesamt 9-mal geändert.
GrayGhost
 


Beitragvon chris_davidi am 12.05.2005, 22:36

Hallo GrayGhost,

ich habe selbst mal ein Referat über Festplatten gemacht, ist aber einige Zeit her. Deine Idee finde ich aber super. Hier mal ein Teil, diesen nannte ich "Wissenswertes für den Anfang".

Die 8 GB- Grenze

Alte Mainboards (grobe Grenze: vor Mitte 1998) erkennen keine Festplatten mit Kapazitäten von über 8 GB. Dieses kommt daher, das diese Boards den LBA- Modus (Logical Block Adressing) verwenden, der die Festplatte in Blöcke von 512 Byte unterteilt und nur 24 Bit für die Adressierung bereitstellt. Daraus folgt 512 * 2e24 = 8192 MB sind adressierbar. Abhilfe schafft hier evtl. ein BIOS- Update (zu bekommen auf der Homepage des Boardherstellers) oder der Einsatz eines Diskmanagers.

Die 32 GB- Grenze

Die nächste Hürde lauert bei 32 GB. Hier haben manche BIOS- Hersteller geschlampt. Einzige Abhilfe ist ein BIOS- Update. Einige Festplatten haben allerdings einen Jumper, der es möglich macht, die Festplattenkapazität auf 32 GB zu beschneiden. Nachteil: die restliche Kapazität ist nicht nutzbar. Der Einsatz eines Diskmanagers kann hier leider nicht helfen, da die Platte schon nicht richtig vom BIOS erkannt wurde und somit auch nicht angesprochen werden kann.

Problemfall FAT

Ein weiterer Stolperstein liegt bei Windows 95a. Da hier noch FAT16 als Dateisystem verwendet wird, kann es mit so großen Platten nicht umgehen. Windows 95b kennt schon FAT32 und kann somit bis zu 2 TB (Terabyte = 1000GB) ansprechen.

Die 128 GB- Grenze

Noch eine Grenze liegt bei 128 GB. Hier endet die EIDE Spezifikation, die mit einem 28 Bit Adressregister, 255 Sektoren, 16 Köpfen und 65536 Zylindern maximal 136,9GB ansprechen kann. Um größere Festplatten trotzdem voll nutzen zu können ist ein Mainboard oder eine separate Controllerkarte erforderlich, die ATA133 beherrscht. Hier werden dann 48 Bit für die Adressierung verwendet, was bis zu einer Plattengröße von 128 PB (Petabyte = 1.000TB = 1.000.000 GB) ausreicht.

Der Kapazitätengaukel

Noch ein Wort zu den Kapazitätsangaben bei Festplatten: die Hersteller rechnen 1 Megabyte = 1.000.000 Byte. Präziserweise müsste man aber 1 Megabyte = 2^20 Byte = 1.048.576 Byte sagen. Pro GB angegebener Speicherkapazität fehlen also 48,5 MB. Bei kleineren Platten ist dieses Zahlenspiel nicht so aufgefallen, aber da die Platten immer größer werden, wird auch der Platz, welcher durch dieses Zahlenspiel “verschwindet“ immer größer.

EDIT: interessant fände ich auch Informationen über Flags wie aktive Partition etc., was man ja oft bei BackUp Tools nutzt.
chris_davidi
 
Beiträge: 1253
Registriert: 26.12.2003, 15:40

Beitragvon GrayGhost am 12.05.2005, 22:58

Hi, genau über die Probleme mit den Kapazitätsgrenzen (128GB :-) will ich auch noch was bringen. Sollten wir ein eigenes Thema von machen. Auch wenn die Probleme bald Historie sind. Das 128 GB Problem ist allerdings noch sehr aktuell. Auch die 1024MB und 2GB Grenzen für Dateien bedürfen einer Erklärung.

Vorschlag: Lass uns über diese Kapazitätsprobleme einen gesonderten Artikel machen.

Beim Kapazitätsschwindel hast du es direkt umgedreht. Die Hersteller rechnen richtig, geben also die höhere Zahl an, Windows aber die nidrigere. Auch wird die Kapazität gerne unformatiert angegeben. Nach dem Verschnitt der Formatierung fehlt wieder was, was die User irritiert.
GrayGhost
 

Dateitypen undPartitionstypen

Beitragvon schwedenmann am 13.05.2005, 15:49

Hallo

1. tut mir leid, ich kanns mir nicht verkneifen, also nicht böse sein, mach aus ext2 ein ext2/3, da ext2 praktisch nicht mehr benutzt wird, außer einige Diskettenlinuxe.
ext3 ist ja bloß ext2 + journal, das journal kann man abschlaten, ohne Datenverlust.

2. Etwas fehlt hier noch, oder man sollte einen eigenen Artkel daraus machen
MBR

3. Dateisysteme werden auch mit Zahlen, bzw. hexadezimal in einigen Partionierungsprogrammen angezeigt, es gibt ungefähr 96 verschieden Dateisysteme sowie Partitionstypen. Die definiton mit prim- + log. + erweiterter ist vollkommen richtig. Es gibt aber auch explizit Partitonstypen wie z.B. lvm, raid oder auch die recovry Part. von Part. Magic. Die haben kein eigens Dateisystem, bekommen aber eine eigene Bezeichnung (lvm z.B. wird in der Partitonierung mit e gekennzeichnet, dies ist nur eine Kennzeichnung der Partition und kein eigenes Dateisystem .


Wenn gewümscht, aknn ich einen eigenen Artikel über Linuxdateisysteme schrteiben, 2 andere Artikel sind in Vorbereitung und werden von mir in 14 Tagen fertig sein (Links zu Linux, vornehmlich Dokumente und Fileserver mit Linux (Stichwort Samba).

Mfg
schwedenmann
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Beitragvon GrayGhost am 13.05.2005, 16:56

@schwedenmann,
ich wollte bei meinem Artikel gerne bei Windows bleiben und die anderen Dateisysteme nur kurz ansprechen. Auch die Informationen über die Kapazitätsbeschränkungen wären eigentlich einen eigenen Artikel wert.

Ich schau mal am Wochenende wie weit ich komme. Ich denke wir sollen die Artikel möglich kurz und kompakt halten. Ansonsten könnten sich die Leute auch Bücher kaufen ;-)

Dieser Artikel sollte nur mal die Missverständnisse mit den Partitionen beseitigen.
GrayGhost
 

Beitragvon Yourhighness am 14.05.2005, 16:16

Hallöchen!

Vielen Dank an Euch für diese Wissenswerten Beiträge. Ich finde es eine gute Idee die Sachen zu separieren, da es sonst zu komplex wird und der eine oder andere vll damit dann 'überfordert' ist....

Es ist auf jedem Falle sehr nützlich, da gerade über Partitionen in letzter Zeit sehr viele Fragen aufgetreten sind...

So jetzt leg ich mich erst mal wieder hin...Bin ja eigentlich noch im Urlaub :wink: .

LG,
Yourhighness
 

Beitragvon Holy Marcell am 24.07.2005, 14:02

Hallo,

Ich lese diesen Artikel zum ersten mal (komisch komisch) er ist richtig gut aberzu diesem:

Tatsächlich ist allerdings unter Windows die Zahl der Partitionen durch die Anzahl der Buchstaben des Alphabets begrenzt


das stimmt nicht ganz man kann statt Laufwerksbuchstaben einzelen NTFS-Ordner nutzen d.h., dass man diese Laufwerke als Ordner in eine NTFS-Partition einbinden kann.

So nun habe ich alles gesagt was ich weiß ^^
Holy Marcell
 



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