Songtextseiten verklagt!

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Songtextseiten verklagt!

Beitragvon magic_hero am 16.04.2005, 19:21

Hi!

Ich wollte mal wieder über etwas Wichtiges informieren, was vielleicht kaum einer bisher weiß:

Songtextseiten wurden auf Schadensersatz verklagt, 1600,57€ pro Songtext. Es gibt Betreiber, die bis zu 25 solcher Abmahnungen erhalten haben.

Ich finde das eine Sauerei. Die Musikindustrie profitiert doch nur von solchen Seiten und jetzt verklagt sie solche Seiten, wenn sie selber in Schwierigkeiten ist (ich sage nur: Chartsmanipulation).

Vor allem werden damit auch junge Leute (ohne Einkommen) verklagt, die vielleicht mickrige Besucherzahlen haben, und wie sollen die denn 1600€ oder mehr aufbringen.

Quellen:
http://www.kampfumsongtexte.de/
http://www.rettet-das-internet.de/songtexte.htm

Da weiß man ja bald nicht mehr, was man überhaupt noch tun kann, ohne dass man gleich verklagt wird...
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Beitragvon GrayGhost am 16.04.2005, 20:25

Hallo,
selber schuld. Texte unterliegen dem Copyright. Wer es nicht begreifen will der zahlt. Glaubt mir, es wird noch viel schlimmer. Schuld daran ist nicht die Industrie, sondern die Masse derer, die Regeln missachten und das Internet als rechtsfreien Raum betrachten.
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Beitragvon magic_hero am 17.04.2005, 09:38

Na ja, das finde ich aber nun übertrieben. Die meisten Betreiber haben ein Impressum, in welchem steht, dass man, wenn man als Copyright-Inhaber etwas gegen diese Art Verbreitung seiner Texte hat, dem Betreiber eien E-Mail schicken kann, dass die "Ausstrahlung" dieses Textes verhindert wird.

Außerdem will ich noch eins sagen: Ist es nicht völliger Käse, wenn es bei einem Songtext um einen Streitwert von 50.000€ geht, während es bei einem ganzen Song (Musik + Text) nur um 25.000€ geht.

Daran zeigt sich doch nur die Geldgier der Rechtsanwälte und der Plattenidustrie bzw. Songautoren. Und warum geht es denn dann nur um ein paar einzelne Songs?

Und das Geld wird Jugendlichen aus der Tasche gezogen!!!! Es gibt da z.B. einen Betrieber, der noch Schüler ist und ca. 5000€ zahlen soll.

Übrigens ist hiervon auch nur Deutschland betroffen. Ich selbst bin Mitglied einer österreichischen Songtextcommunity, und da läuft alles normal weiter...
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Beitragvon Noki am 17.04.2005, 11:57

Na ja, das finde ich aber nun übertrieben. Die meisten Betreiber haben ein Impressum, in welchem steht, dass man, wenn man als Copyright-Inhaber etwas gegen diese Art Verbreitung seiner Texte hat, dem Betreiber eien E-Mail schicken kann, dass die "Ausstrahlung" dieses Textes verhindert wird.


Nun ja, da muss ich nun auch mal meinen Senf dazu geben:

Ich selbst betreibe einige Webseiten im Netz und es kommt immer wieder vor, dass die von mir erstellten Inhalte ohne meine Erlaubnis kopiert werden, obwohl auf jeder meiner Seiten ein Copyrightvermerk vorhanden ist. Warum bitte sollte ich den Uhrheberechtsverletzer nun erst freundlich bitten den betreffenden Inhalt wieder zu entfernen? Würde ich eine Verletzung so handhaben, so entständen auf meiner Seite Verdienstausfälle durch die Verletzung und zusätzlich noch Arbeitskosten. Eine Abmahnung hingegen ist kostendeckend und bewirkt gleichzeitigt, dass der Uhrheberechtsverletzer schriftlich erklärt diese Verletzung zu unterlassen.

Und das Geld wird Jugendlichen aus der Tasche gezogen!!!! Es gibt da z.B. einen Betrieber, der noch Schüler ist und ca. 5000€ zahlen soll.


Genau hier liegt das Problem, die meist Jugendlichen haben keine Ahnung was sie tun und richten trotzdem immensen Schaden an. Sie selbst sind zum großen Teil dafür verantwortlich, dass Uhrheberechtsverletzungen mit immer höheren Strafen belegt werden.

Übrigens ist hiervon auch nur Deutschland betroffen. Ich selbst bin Mitglied einer österreichischen Songtextcommunity, und da läuft alles normal weiter...


Soweit ich informiert bin ist Deutschland das einzige Land in dem es das Mittel der kostenpflichtigen Abmahnung gibt. Ob die Rechtslage in Österreich aber so viel besser ist wage ich zu bezweifeln denn statt einer Abmahnung muss man dort dann gleich mit einer Klage rechnen und die in diesem Zusammenhang anfallenden Gerichtskosten dürften deutlich höher sein.
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Beitragvon magic_hero am 17.04.2005, 18:17

Hi!

Endlich ist das ganze in den News....

http://shortnews.stern.de/shownews.cfm? ... _id=331128

Lest mal, was da steht. Und schaut, was den Bands dadurch für ei Scahden entsteht.
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Beitragvon Yourhighness am 17.04.2005, 19:42

Hallo @magic_hero!

Der Artikel ist ja nun mehr als nichtssagend...Ich muss GG und Noki rechtgeben. Etwas in das Impressum einzubauen ist sehr bequem gehalten. Leider scheint es immer mehr, das wichtige, rechtliche Punkte außeracht gelassen werden.

Die meisten Betroffenen verstanden ihr Lyrics-Angebot als Werbung für die Künstler oder Dienst am Plattenkäufer -- und übersahen dabei, dass Songtexte grundsätzlich urheberrechtlich geschützt sind (§ 2 UrhG). Alleine der Urheber bestimmt darüber, wo und wann sein Songtext veröffentlicht wird (§ 15 UrhG).


http://www.heise.de/newsticker/meldung/58666

Ich denke nicht, das es großer Mehraufwand ist, einen Webseitenbetreiber, oder Webmaster einer Seite anzuschreiben und um erlaubnis zu bitten. Eher gesagt ich dachte das als selbstverständlich. Das es natürlich auch auf die Art von Material draufankommt ist ja auch selbsterklärend...

MfG,
Yourhighness
 

Beitragvon magic_hero am 18.04.2005, 15:44

http://www.heise.de/newsticker/meldung/58666 hat geschrieben:Warum der Streitwert pro Song allerdings höher bewertet wurde als der bei einem illegal angebotenen MP3-File, weiß wohl nur die Anwaltskanzlei.


Und wsa solldann das? Ist das nicht Geldgier?

Ich gebe zu, ihr habt da nicht ganz Unrecht. Trotzdem ist eine solche Entwicklung nicht gerade gut. V.a. die eine Band, die wohl ziemlich schuldlos an der ganzen Sache ist, wird ganz schön mit in den Dreck gezogen....

Was mir aber auch auffällt: Hier könnte man auch betrügen.
Die meisten dieser Songtextseiten seind ja Communities, also von anderen Menschen, die anonym sind, aufgebaut (die Texte stammen von ihnen). Also könnte man auch anonym irgendwelche Texte reinstellen, deren Copyrightinhaber man ist und diese Seiten verklagen.... Na ja, ist nur Theorie, trotzdem wäre so etwas denkbar... gerade in der Musikbranche (ich sag ja nur: der Fall "Brandes").
Zuletzt geändert von magic_hero am 18.04.2005, 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon GrayGhost am 18.04.2005, 16:41

Da hast du sehr recht, sicherlich könnte ich Communities und Foren auch missbrauchen. Daher kann ich auch nur all die ahnungslosen vor der Einrichtung von Foren und Gästebüchern warnen, besonders, wenn mann die Lust daran verliert und die Seite nicht mehr täglich kontrolliert. Es gibt viele Foren in die ich beliebig Texte einstellen könnte ohne das der Betreiber das noch merken würde :-(

Wer eine Seite ins Netz stellt, auf die andere uploaden können, der ist auch für die Kontrolle zuständig. Ist z.B. auch eine Aufgabe der Moderatoren dieses Forums.
GrayGhost
 


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